News-Archiv März 2010
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Grand Hotel Heiligendamm: Zimmer und Suiten der Orangerie werden zum Verkauf angeboten
Heiligendamm | 04.03.2010 - 11:30:20
Bad Doberan/Heiligendamm. In den weltweit exklusiven Ferienresorts ist dies bereits gängige Praxis. Das Grand Hotel folgt jetzt diesem Trend – und bietet die 24 Zimmer und Suiten in der Orangerie des Grand Hotels Heiligendamm-Liebhabern zum Erwerb an.
„Damit kommen wir den Wünschen etlicher Stammgäste nach, die sich gerne dauerhaft ihr kleines Stück Grand Hotel zulegen wollen“, erläutert Anno August Jagdfeld. „Manch ein Gast möchte eben stets in ´sein Zimmer´, in dem alles an seinem gewohnten Platz ist. Das kann ein Hotel natürlich nicht garantieren“, so der Geschäftsführer des Grand Hotel Heiligendamm.
Das Angebot umfasst bewusst nur ein kleines Kontingent, um die Exklusivität zu wahren und den Hotelcharakter der Gesamtanlage zu wahren.
Die Orangerie ist für dieses Modell „Ferien im ´eigenen´ Hotel“ der ideale Standort: Als kleinstes der insgesamt sechs Gebäude des Grand Hotels ist das Gebäude eingebettet zwischen der Burg Hohenzollern und dem Kurhaus und verfügt über separate Eingänge.
Die in klassizistischer Fachwerk-Bauweise rekonstruierte Orangerie ist zwar Teil des gesamten Ensembles, bietet aber gleichwohl durch seine Abgeschiedenheit im eher landwärtsgewandten Teil die gewünschte Privatsphäre – Ostseeblick inklusive. „Es ist genau diese Mischung, die potenzielle Käufer schätzen“, weiss Anke Schultz, Vertriebsexpertin bei der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH). Sie kümmert sich um die Vermarktung der Zimmer und Appartements, die durchschnittlich etwa 60 Quadratmeter groß sind.
Das Grand Hotel betritt mit diesem Modell keineswegs Neuland: In Deutschland wie darüber hinaus gibt es viele Beispiele für separates Eigentum in Resort-Hotels. Im Gegensatz zu Ferienwohnungen schätzen die Eigentümer die Annehmlichkeiten, die ihnen ein 5-Sterne-Hotel bietet: angefangen bei der Reinigung über den Zimmerservice bis hin zu Schwimmbad, Spa und Restaurants. Auch um die Sicherheit braucht sich der Eigentümer keine Gedanken zu machen.
Für Hotel- und Tagesgäste ändert sich dadurch nichts. Bauliche Veränderungen werden ebenfalls nicht vorgenommen. Zudem behält auch die Orangerie letztlich Hotelcharakter.
Denn die Zimmer und Suiten werden, wenn die Eigentümer sie nicht nutzen, vom Hotel vermarktet. Das sichert ein langfristiger Pachtvertrag zwischen Käufer und Hotel. In Zeiten der Hochsaison, in denen das Haus ausgebucht ist, steht damit weiterhin eine große Kapazität zur Verfügung. Zudem wird durch eine Grunddienstbarkeit garantiert, dass – wie vorgeschrieben – auf dem Gelände des Grand Hotels nur eine Hotelnutzung möglich ist.
Beisst sich dieses Angebot denn nicht mit jenem, das die ECH mit den Wohnungen in den Strandvillen der Perlenkette jetzt macht? „Nein, das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe“, erklärt Jagdfeld. „Sowohl bei Größe und Lage wie auch der Nutzung gibt es deutliche Unterschiede. Es sind zwei verschiedene Zielgruppen, die mit den beiden Angeboten angesprochen werden.“
Mit dem Verkauf der Orangerie erfüllt das Grand Hotel Heiligendamm zudem die Auflage der Bürgschaft, die das Land Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr gewährt hat. So können die Kredite abgelöst werden, was die Wirtschaftlichkeit des laufenden Betriebes weiter erhöht. Dann wäre die Hotelgesellschaft, die mit einer Eigenkapitalquote von heute etwa 82 Prozent bereits sehr gut dasteht, sogar schuldenfrei.
Foto Orangerie: Thomas Grundner
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