News-Archiv Februar 2012

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Energieminister Schlotmann will Energiepolitik im Land aus einem Guss

Mecklenburg-Vorpommern | 22.02.2012 - 17:13:53

Schwerin/MVticker. Eine Energiepolitik im Land aus einem Guss ist das Ziel von Energieminister Volker Schlotmann (SPD). Um dies zu erreichen, will der Minister die Energiepolitik des Landes, die geplanten Konzepte der Planungsverbände sowie bestehende und neue Energiekonzepte auf kommunaler Ebene verzahnen, sagte Schlotmann heute (Mittwoch, 22.02.2012) im Rahmen eines Pressegesprächs.
 
„Wir werden das Energieland 2020-Papier und den Aktionsplan Klimaschutz fortschreiben und zu einem neuen umfassenden Gesamtkonzept für die Energiepolitik des Landes fortentwickeln“, kündigte Schlotmann an. 
 
„Der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern hat für uns Priorität. Damit können neue, gut bezahlte Arbeitsplätze im Land geschaffen werden. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bietet insbesondere den ländlichen Räumen neue Perspektiven“, so Schlotmann.
 
Um dies zu erreichen, soll unter anderem das Landesraumentwicklungsprogramm fortgeschrieben werden. Desweiteren sollen die gerade beschlossenen vier Regionalen Raumentwicklungsprogramme zeitnah für den Bereich Wind teilfortgeschrieben werden. Die zur Verfügung stehende Fläche für Windenergieanlagen solle nahezu verdoppelt werden. „Ziel ist kein Wildwuchs, sondern eine gesteuerte Steigerung der Windenergienutzung“, betonte der Energieminister.
 
Um die Energieversorgung in Zukunft sicherzustellen, betonte Schlotmann den notwendigen Ausbau der Stromnetze. Die vorhandenen Leitungen seien bei der Aufnahme des Stroms aus erneuerbaren Energien schon heute zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen geraten. Schlotmann kündigte eine Aktualisierung der Netzstudie zur Integration der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern an. Die Ergebnisse werden noch im 1. Halbjahr erwartet. Der Minister wird sich für eine solidarische Umlage der Netzintegrationskosten einsetzen, die durch Erneuerbare Energien bedingt sind.
 
Auch das Thema Speicher muss an Bedeutung gewinnen. Schlotmann betonte: „Die heutigen Speichertechnologien bieten noch nicht in vollem Umfang den tragenden Beitrag, den wir langfristig brauchen.“ Eine wichtige Aufgabe sei daher, Forschung und Entwicklung im Energiebereich zu forcieren.
 
In den Kommunen und kommunalen Unternehmen sieht der Energieminister strategische Partner. „Insbesondere kommunale Unternehmen sind flexibler als die vier großen Energieversorger – sie sind näher an den Menschen“, betonte Schlotmann. „Wir müssen aber auch neue Wege finden, damit Kommunen stärker als bisher von dem Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren können. Hierzu werden wir mit dem Innenministerium und den kommunalen Verbänden Gespräche führen.“
 
Um auch die Akzeptanz der Bürger für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu verbessern, will der Minister neue Modelle der wirtschaftlichen Teilhabe der Bürger wie bei Bürgerwindparks und Bürgersolarparks befördern. „Da gibt es erste Ansätze im Land – das muss aber mehr werden“, sagte Schlotmann abschließend. 
 
Schon heute entfallen in Mecklenburg-Vorpommern 46 % der Gesamtstromproduktion auf die regenerativen Energien. Den größten Beitrag im Land leistet mit 28 % an der Gesamtstromproduktion die Windenergie. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 mindestens 35 % der Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien zu decken, wurde in Mecklenburg-Vorpommern bereits 2006 erreicht.
 


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